Als wir um 5.45 Uhr verschlafen ins Strandbad Thun schlurften, kamen uns bereits erste Athleten entgegen, die behaupteten, dass das Schwimmen nicht stattfinden würde!? Ziemlich ungläubig schauten wir uns an und tatsächlich, kurze Zeit später erfolgte die Bestätigung über den Speaker.
Und so fand der Inferno ohne Schwimmen statt und das war dann halt irgendwie kein richtiger Inferno.
Der Rennvelostart war in Oberhofen und wie erwartet ging es ziemlich zügig los. Wahrscheinlich bin auch ich zu schnell gestartet, auf jeden Fall fühlten sich die Beine beim Aufstieg zur grossen Scheidegg schon ziemlich leer an. Bei der Abfahrt nach Grindelwald versuchte ich mich ein wenig zu erholen bevor ich auf das Bike wechselte. Ein bisschen half es, aber nicht lange. Durch das hohe Tempo auf dem RV und die Hitze bekam ich Magen- und Beinkrämpfe und das Ganze ging nicht mehr so locker…..auf der kleinen Scheidegg trank ich Bouillon und hoffte, dass ich mich auf der Abfahrt nach Stechelberg nochmals erholen konnte. Aber es wurde nicht besser und mit der Hitze hatte ich wirklich Mühe. Das Laufen war dann definitiv kein Vergnügen mehr und ich „schneggelte“ irgendwie nach Mürren hoch. In Mürren warteten Flurin und Jürg auf mich und es gab eine kleine Pause. Sie zu sehen ist immer schön und gerade wenn es mal nicht so gut läuft, gibt mir das neue Energie und Motivation! Ab Mürren bin ich dann nur noch gemütlich marschiert und konnte mich sogar wieder ein wenig erholen und den Schlussanstieg geniessen. Aber ich war wirklich froh, als ich endlich im Ziel war. Es war definitiv kein gutes Rennen, aber trotzdem kämpfte ich mich hoch, denn der Zieleinlauf auf dem Schilthorn ist wirklich einmalig!
PS: auch wenn solche Rennen nicht gleich viel Spass machen, brutal hart sind und man die ganze Zeit am Leiden ist, weiss ich sie zu schätzen: ich profitiere von ihnen, da ich mich noch besser kennen lerne, aus den Fehlern lernen kann und ich danach weiss, dass mein Kopf sich durchgesetzt hat und nicht meine müden, kaputten Beine:-)